Ralf Fischer, Robert Schiedewitz It`s not a joke – Informationsveranstaltung zur aktuellen rassistischen und völkischen Mobilisierung im Osten Deutschlands

Dienstag, 13.08.2024
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It`s not a joke – Informationsveranstaltung zur aktuellen rassistischen und völkischen Mobilisierung im Osten Deutschlands

Diskussionsveranstaltung mit Ralf Fischer (freier Autor, u.a. Jungle World, Neues Deutschland) und Robert Schiedewitz (Pressesprecher LOBBI Mecklenburg-Vorpommern)

Seit neun Jahren marschiert Pegida wöchentlich durch die sächsische Landeshauptstadt. Zwar verliert der rechtsextreme Aufmarsch an Mobilisierungskraft, in Sachsen gibt es aber weiterhin so viele rassistische Demonstrationen wie nirgendwo sonst in Deutschland. Aber auch in den anderen ostdeutschen Bundesländern mobilisieren organisierte Neonazis wieder vermehrt gegen Migrantinnen. Dabei erfahren sie ungeahnten Rückenwind durch kommunale Politiker, nicht nur von der AfD. Die kommenden Landtagswahlen werfen längst ihren Schatten voraus. Die Absatzbewegungen von der Merzschen Brandmauer sind kaum zu übersehen. Dies ist unter anderem daran deutlich zu erkennen, dass ein gewisser Teil der ostdeutschen Funktionärsebene innerhalb der CDU sich seit Monaten ernsthafte Gedanken macht wie eine mögliche Koalition mit der AfD am besten in der bundesweiten Öffentlichkeit dargestellt werden kann. Gleichzeitig sitzt in den urbanen Ballungsräumen ein Publikum welches die Verächtlichmachung der Ostdeutschen, wie zu jenen Zeiten als die Mauer noch stand, als „Der Dumme Rest (DDR)“ in Surrogaten einer Unterhaltungsshow wie der ZDF-heuteshow konsumieren und dies mit aktivem Antifaschismus verwechselt. Selbstverständlich ist die Lächerlichmachung als Ventil für Personen, die sich in sicherer Entfernung wissen, ein lustiger Zeitvertreib, die Situation vor Ort ändert es aber nicht. In ihrem Vortrag versuchen die Referenten den Spagat zwischen Publikumsbeschimpfung und der unverblümten Beschreibung ostdeutscher Realitäten zu wahren. Ob dies gelingen wird, können Sie am 13. August 2024 erleben.

Veranstalter*innen:

Gefördert durch:

Der Senator für Kultur, Freie Hansestadt Bremen