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Wer weiß was durch wen? Zur aktuellen Situation in Belarus

14. November @ 19:00 - 22:00

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Wer weiß was durch wen? Zur aktuellen Situation in Belarus
Macht und Medien – Berichterstattung im rebellierenden Belarus

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Digital-analoge Podiumsdiskussion mit Belarus-Expert*innen aus dem Bereich Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Journalismus. Belarus ist in Aufruhr, die Nachrichten über die Streiks und Proteste gegen den langjährigen Herrscher Aleksandr Lukashenko gelangen nicht mehr ausschließlich über deutsche Korrespondent*innen zu uns, sondern können von Belarus*innen über die sozialen Medien direkt verbreitet werden. Was für eine Auswirkung hat dies auf die Narration der Proteste und inwiefern unterscheidet dies den aktuellen Aufstand in Belarus von vergangenen Revolutionen in der Region?
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Belarus ist in Aufruhr – Woche für Woche gehen Belarus*innen auf die Straße und Arbeiter*innen streiken, um gegen das offensichtlich gefälschte Wahlergebnis der vergangen Präsidentschaftswahl im August, gegen den langjährigen, autoritären Machthaber Aleksander Lukashenko und für ein demokratisches, unabhängiges Belarus zu demonstrieren. Natürlich spielen bei solchen Ereignissen sowohl nationale, als auch internationale Medien eine große Rolle, wenn es um die Narration, das framing und die Deutung einer solchen Rebellion geht. Internationale Journalist*innen treffen in Belarus auf eine Medienlandschaft, in der das Staatsfernsehen in den Wochen seit Ausbruch der Proteste sukzessive von russischen Journalist*innen unterwandert wurde, und unabhängige Medien mangels Zulassung durch den Staat kaum existieren.
Aber dennoch finden die Bilder ihren Weg: über zahlreiche Telegram Kanäle und andere soziale Medien im Internet werden Streiks, Verhaftungen und Demonstrationen (ungefiltert) dokumentiert und der Weltöffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Diesen scheinbar nie versiegenden Bilderfluss nutzen auch deutsche Auslandskorrespondent*innen, um der deutschen Öffentlichkeit ein möglichst genaues Bild von den Ereignissen in Belarus zu bieten. Doch sind sie mittlerweile auch für die hiesige Öffentlichkeit nur eine von vielen Möglichkeiten, sich über die Rebellion zu informieren.
Zivilgesellschaftliche Projekte wie »Dekoder« übersetzen die Artikel unabhängiger russischer und belarussischer Journalist*innen ins Deutsche und verschaffen uns somit einen weiteren Zugang zu den Protesten. In der Podiumsdiskussion werden wir gemeinsam den Weg nachzeichnen, den eine Nachricht über ein Ereignis im rebellierenden Belarus heutzutage gehen kann, bis sie zu uns gelangt, und werden der Frage nachgehen, wie diese Quellenpluralität die Art verändert, wie wir über die Proteste nachdenken, sie verstehen und wie wir auf sie reagieren. Dazu haben wir eine Wissenschaftlerin der Bremer Forschungsstelle Osteuropa, einen Mitarbeiter des Medienprojekts »Dekoder« und einen Journalisten des unabhängigen belarussischen Fernsehsenders »BelSat« eingeladen.

Die Veranstaltung wird von der Bremer Heinrich-Böll-Stiftung getragen und ist organisiert durch die Arbeitsgruppe »Ostwärts« des Stipendiat*innenwerks der Heinrich-Böll-Stiftung. Sie ist der Jahresoutput des diesjährigen AG-Themas »Medienlandschaften in Osteuropa«.
Eine Kooperation mit der Heinrich Böll Stiftung

Einlass 18:00 Uhr
Beginn 19:00 Uhr
Eintritt frei

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Achtung – Bitte um Aufmerksamkeit! Spezielle Information wegen Coronapandemie und Planungsunsicherheit

Wir möchten das Programm soweit möglich gern in klassischer vertrauter Form als Präsenzveranstaltungen anbieten. Falls erneute Einschränkungen öffentlicher Veranstaltungen das Programm erschweren bzw. verhindern / ein für Referent*innen und Publikum entspannter Modus schwer umsetzbar sein sollte, werden wir ein Alternativprogramm an den jeweiligen Terminen online anbieten. Bitte achtet daher vor der Veranstaltung auf Updates – wir werden euch über eventuelle Änderungen informieren.

 

Details

Datum:
14. November
Zeit:
19:00 - 22:00
Veranstaltungskategorie:

Veranstaltungsort

Kukoon
Buntentorsteinweg 29
Bremen, 28201 Deutschland