Vortrag am Wall

Gender im Museum – aktuelle feministische Interventionen diskutieren

Sa, 25.09.2021 | Beginn | Ende
Gender im Museum – aktuelle feministische Interventionen diskutieren
Gender im Museum – aktuelle feministische Interventionen diskutieren
Eine Veranstaltung des Bremer Frauenmuseums zum 30.-jährigen Jubiläum
 
Frauen ins Museum! – unter diesem Slogan gründete sich das Bremer Frauenmuseum 1991 und steht damit in der Tradition von Frauenmuseen, die sich seit den 1980er Jahren in Europa gegründet haben. Im Zentrum stand die Kritik, dass Museen, als machtvolle Bildungsinstanz von Wissen und Identität, geschlechterungerecht repräsentieren und somit produktiv mitwirken an einer ungerechten Welt. Das Ziel des Bremer Frauenmuseums ist es seitdem, die fehlende Bremer Frauengeschichte aufzuarbeiten, diese zu vermitteln, kooperativ in Bremen an vielfältigen Projekten mitzuwirken, Künstlerinnen zu unterstützen und auf diese Weise Geschlechtergerechtigkeit in Bremen aktiv voranzubringen. Dieses Ziel wird seither auf vielfältige Weise mit großen und kleinen Hürden umgesetzt. 30 Jahre später wollen wir Bilanz ziehen, einen Blick in die aktuelle Bremer Kunst- & Museumslandschaft werfen und mit Bremer*innen in Gespräch kommen über neue Perspektiven und Fragestellungen.

In zwei Workshops wollen wir aktiv Bremer Dauerausstellungen analysieren und gleichzeitig Bremer*innen und weitere Interessierte in Kontakt bringen mit aktuellen feministischen Fragestellungen und Methoden. Dafür haben wir junge Akteur*innen aus der Bremer Kunst - und Museumslandschaft als Referent*innen eingeladen. Im Anschluss wollen wir in einer offenen Gesprächsrunde im jungen Kulturraum Kukoon Erfahrungen aus den Workshops austauschen und aktuelle Fragestellungen diskutieren. Es soll gemeinsam diskutiert werden, wie in Zukunft eine feministische Intervention in (Frauen)Museen aussehen könnte. Fragestellung: Was sind aktuelle feministische Fragen, die an (Frauen)Museen gestellt werden oder gestellt werden müssen? Wie können feministische Interventionen in aktuelle Museumspraxen aussehen?
 
Referent*innen:
Anka Bolduan
[Talk]
freiberufliche Museumsberaterin und bis 2014 Programmleiterin Bildung und Vermittlung am Übersee-Museum Bremen. Sie ist Vorsitzende des Bremer Frauenmuseums.

Brigitte Boomgaarden
[Workshop]
Künstler:in und Kulturanalytiker:in mit Fokus auf Queer- und Genderperspektiven. Unterdem Label >Moni Lang Art & Tat< arbeitet Brigitte selbstständig einzeln und kooperativin vielfältigen Projekten. Aktuell ist Brigitte als Projektkoordinator:in und Social Media Manager:in beim Bremer Frauenmuseum tätig. www.monilang.de, @art_tat.bremen, ,@purple_scare, @polyperspektiv

Rosanna Umbach
[Workshop & Talk]
Kunstwissenschaftlerin, die zu visuellen Politiken von Wohnen & Gender forscht und über Un:Gewohntes und Queer:Feministisches in Kunst und Gesellschaft nachdenkt. Im Rahmen ihrer Promotion als Mariann-Steegmann-Stipendiatin untersucht sie Familien- und Wohnkonzepte, die in der Zeitschrift »Schöner Wohnen« ins Bild gesetztwurden. @un_gewohnt, @purple_scare,@polyperspektiv

Eugenia Kriwoscheja
[Workshop & Talk]
Kunstwissenschaftlerin und Kuratorin. Ihre Schwerpunkte sind zeitgenössische und moderne Kunst. In ihrer Arbeit setzt sie sich mit Gender, Queer-Feminismus und Fragen um Rassismus in der Kunst und im Kunstbetrieb auseinander. Seit 2020 ist sie Kuratorin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Haus Coburg, der Städtischen Galerie in Delmenhorst.

Dr.in Lisa Spanka
[Talk]
Kultur- und Medienhistorikerin, untersuchte in ihrer Dissertation diskursive Identitätsbildungsprozesse anhand musealer Repräsentationen mit einem Fokus auf Geschlecht und Nation. Zur Zeit ist sie an der Arbeitsstelle Chancengleichheit der Universität Bremen tätig.

Judith Kluthe

[Moderation Talk]
Referentin* für politische und kulturelle Bildung sowie Prozessbegleitung. Ihre* Schwerpunkte setzt Judith Kluthe auf Antidiskriminierungsarbeit und gesellschaftliche Transformation.

Weitere Informationen hier.

Eine Veranstaltung des Frauenmuseum Bremen.